F | D | E
Schwerpunktbereiche

ASTRAL AG - Produkte

Tropimed, Apotips, Phyto

Eine Palette an Datenbanken zum Einsatz in der täglichen Praxis

ASTRAL AG - Dienstleistungen

Entwicklung und Erstellung von Datenbanken

ASTRAL bietet umfassende Leistungen für Akteure im Gesundheitswesen


Tropimed® oder die Kunst des sicheren Reisens

Am Freitag Abend erscheint ein junges Pärchen in Ihrer Praxis oder Apotheke und möchte die aktuellen Empfehlungen für seine Reise nach Brasilien erhalten. Das Reisebüro hat das Pärchen anhand des Gutscheins Gesund auf Reisen ... (siehe Foto) direkt an Sie verwiesen, um einen Impfplan zu erstellen. Es wird eine Rundreise durch den Tropenwald machen und die Wasserfälle von Iguassu besuchen, wo das Wasser aus einer Höhe von 970 Metern kaskadenartig herunterfällt. Die wunderschöne Reise beginnt bereits in einem Monat und dauert zwei Wochen. Sie sind ganz alleine in Ihrer Praxis oder Apotheke. Ihre Assistentin ist bereits ins Wochenende gegangen und Sie können nicht mehr als 10 Minuten für das Pärchen aufwenden. Ihr neues Tropimed-Abonnement wird Ihnen in einem solchen Fall sehr nützlich sein. Aber wie verwendet man es schon wieder ?

Auflösung des praktischen Beispiels am Ende des Artikels

 

Eine kurze Auffrischung für die effiziente Verwendung von Tropimed®, die reisemedizinische Software für Fachleute im Gesundheitsbereich

A)  Mit Hilfe des Check-up-Bogens (wird auf Anfrage gerne zugestellt) können Sie in kurzer Zeit die nachfolgenden Daten zusammentragen:
  • Persönliche Daten sowie das Datum des Reisebeginns und die Aufenthaltsdauer
  • Art der Reise (Urlaubsreise, Geschäftsreise, Trekking, Humanitäre Mission etc.)
  • Den Gesundheitszustand der Personen (z.B. Kleinkinder, Schwangerschaft, regelmässig eingenommene Medikamente, Diabetes melittus, Allergien, Magenbeschwerden,)
  • Benutzte Verkehrsmittel (das Flugzeug erhöht z.B. bei schwangeren Frauen das Risiko einer Thrombose)
  • Charakteristik des Reiseziels (z.B. Sonnenstrahlung oder Insekten)
B)  Nach dem Ausfüllen der ersten Seite, stehen dem Reisenden auf dem unteren Blatt (Kopie für die/den Reisende/n) wichtige medizinische Informationen zur Verfügung:
  • eine speziell für diese Reise zusammengestellte Reiseapotheke
  • wichtige Zusatzausstattung für die Reise des Patienten
  • Vorgeschriebene Impfungen und Malariaprophylaxe für die Reise (kurze Zusammenfassung)

Darüber hinaus dient der Check-up-Bogen als Gedankenstütze, damit nichts vergessen wird, selbst wenn Sie bei der Zusammenstellung des Reisedossiers immer wieder unterbrochen werden.

C) 

Für die Impfungen und die Prophylaxe ist es erforderlich, die Tropimed-Datenbank zu konsultieren. Idealerweise stellt man ein Reisedossier zusammen, das dem Patienten mitgegeben und auch per E-Mail verschickt werden kann.

Sie haben zwei Möglichkeiten, um die Tropimed-Datenbank aufzurufen:

  • die Online-Version ist zu bevorzugen, weil sie ständig aktualisiert wird und die letzten epidemiologischen News enthält

  • die durch die CD-ROM auf Ihrem Computer installierte Version, falls kein Internetzugang vorhanden ist

Die Online-Version von Tropimed® ermöglicht den direkten Zugriff auf die neusten epidemiologischen Informationen, wobei die Aktualisierung der Informationen garantiert ist.

Um ein Reisedossier zu erstellen, klicken Sie zuerst auf dieses Icon . Danach folgen Sie einfach den fünf Schritten des Reisedossiers, indem Sie auf den Pfeil klicken, um von einem Bildschirm auf den nächsten zu gelangen:

1.  Reiseroute: Praktisch, besonders wenn sich die Reise über verschiedene Länder erstreckt, da sie die Möglichkeit bietet, einen globalen Impfplan zu erstellen.
2.  Impfstoff-Prophylaxe: Auswahl der notwendigen Impfungen, Arten der Impfungen und Spezialitäten.
3. 

Impfplan: Entsprechend Ihrer Auswahl empfiehlt der Impfplan automatisch die Impfintervalle und optimiert dadurch die Anzahl der Arztbesuche.

4.  Dossiererstellung: Sie ermöglicht das Hinzufügen einer Vielzahl von Elementen, wie zum Beispiel:
  • Informationen zum Klima des Aufenthaltsortes:
    • Geografische und epidemiologische Karten
    • Informationen zum Land (Krankheiten und entsprechende Risiken, empfohlene Präventivmassnahmen)
    • Wichtige Adressen (Botschaften, Konsulate)
    • Klimainformationen
       
  • Merkblätter: Geben medizinische Empfehlungen, die vor, während und nach der Reise zu beachten sind, wie zum Beispiel:
    • Präventionsratschläge für verschiedene Krankheiten (AIDS, Malaria, Hepatitis etc.)
    • Sonnen- und Mückenschutz
    • Verpflegung: z. B. die Erinnerung an die Grundregeln für Obst- und Gemüseverzehr: “Boil it, cook it, peel it - or forget it !” („Kochen, backen, schälen – oder vergessen”)
       
  • Diverse Informationen:
    • Empfehlungen (beispielsweise Wasserdesinfektion, Flüssigkeitsersatz bei Durchfallerkrankungen und/oder Erbrechen, medizinische Zeugnisse für Flugreisen, Jet lag, Reisedurchfall etc.)
    • Krankheiten (Cholera, Malaria, Ebola-Virus-Infektionen, AIDS-/HIV-Infektionen)
    • Empfehlungen zu den Impfungen (z. B. Schutzwirkung der Impfungen, Impfungen bei Kindern und deren Alterslimiten, Impfungen von HIV- erkrankten Erwachsenen)
       
  • Handouts: einfach verständliche Dokumente für Patienten, z. B.:
    • Reisen für Senioren
    • Flugangst
    • Tollwut
    • Insektenstiche
    • Reiseapotheke
    • Sexuell übertragbare Infektionen
    • Jet lag (Zeitverschiebung)
Hinweis: Die Anschrift des Gesundheitsexperten sowie eventuell persönliche Dokumente (Zertifikate, Allergienliste und die entsprechende Liste der gefährlichen Spezialitäten im Handel, Liste der mitzunehmenden Medikamente etc.) können direkt im Reisedossier eingefügt werden. Dafür müssen zuerst die entsprechenden Dokumente erstellt werden, indem auf das vorletzte Icon Persönliche Dokumente geklickt wird.

 

5.  Dossieransicht: Ermöglicht die Ansicht des Reisedossiers vor dem Drucken
 
D)

Das Reisedossier wurde innerhalb weniger Minuten mit nur ein paar Mausklicks erstellt und kann nun (über die rechte Maustaste) ausgedruckt oder per E-Mail verschickt werden.

Wussten Sie, dass Tropimed®
folgendes ermöglicht:
Vorteile
…ein Reisedossier in weniger als fünf Minuten zusammenzustellen (Impfung, generelle Informationen) Zeitgewinn
…einen Impfplan unter Berücksichtigung des Abreisedatums und der Reiseroute zu erstellen (effiziente Impftermine und Verminderung der Anzahl der Arztbesuche)

Sicherheit für den Reisenden
Verbesserte Einhaltung der Empfehlungen

...das Reisedossier per E-Mail zusammen mit den Kontaktdaten des Arztes/der Ärztin oder der Apotheke zu versenden Geschwindigkeit
Umweltverträglichkeit (weniger Papier)
Speziell für den Reisenden erstellte Datenblätter (Handouts) zuzustellen
Personalisierung der mitgegebenen Informationen: Handout Beispiele:
  - Schwangerschaft/Stillzeit und Reisen
  - Reiseapotheke
  - Tauchen
  - Diabetes mellitus und Reisen
  - Betäubungsmittel für die Reise (Zeugnis
    für den Transport)
Sowohl geographische als auch epidemiologische Karten anzusehen (z.B. Malaria, Gelbfieber) Effizient und praktisch
Adressangaben zu Impfungsorten, Botschaften und Konsulaten zu erhalten Zeitgewinn
Permanenten Zugriff auf aktualisierte Daten in Tropimed® trotz Internetproblemen, dank der im Abo enthaltenen CD-ROM Zugriff auf eine glaubwürdige
Informationsquelle, 24 Stunden lang verfügbar

Die Verwendung der Tropimed-Datenbank garantiert sichere und offizielle Informationen. Die medizinischen Empfehlungen werden ständig vom Expertenkomitee für Reisemedizin aktualisiert, dem Professor Robert Steffen, Autor von Tropimed®, angehört. Er ist der Direktor der Abteilung „Epidemiologie und Prävention übertragbarer Krankheiten“ am Institut für Sozial- und Präventivmedizin der Universität Zürich und des „World Health Organisation Collaborating Center for Travellers' Health“ sowie der Herausgeber vom "Journal of Travel Medicine" (Official Publication of the International Society of Travel Medicine).

Auflösung des praktischen Beispiels (Empfehlungen gültig für Januar 2008):

Für die Reise nach Brasilien, d.h. für den Besuch der Iguassu Wasserfällen, werden sechs Impfungen empfohlen (Diphtherie, Tetanus, Gelbfieber, Poliomyelitis, Masern und Hepatitis A). Idealerweise sollte man einen Monat vor der Abreise mit den Impfungen beginnen (siehe Impfungsplan, der gemäss den Impfeinstellungen automatisch erstellt wird).

Obwohl es weder in Rio de Janeiro, Sao Paulo noch in den anderen grösseren Städten Gelbfieber gibt, empfiehlt sich für den Besuch der Iguassu Wasserfälle sowie für den Rest der Region Amazonien eine Impfung gegen Gelbfieber.

Das Pärchen gehört anscheinend nicht zur Hepatitis B- oder Tollwut-Risikogruppe (vgl. zusammengefasste Tabelle mit prophylaktischen Massnahmen) und braucht deshalb nicht gegen diese zwei Krankheiten geimpft zu werden.

Im Zusammenhang mit Typhus müssen die hygienischen Bedingungen der Reise zusammen mit dem Pärchen bestimmt werden, um herauszufinden, ob das Pärchen gegen Typhus geimpft werden muss.

Da die Region der Iguassu Wasserfälle als Malaria-Risikoregion gilt, wird empfohlen, Tag und Nacht für einen wirksamen Mückenschutz zu sorgen (Denguefieberrisiko am Tag und am frühen Abend sowie Malariarisiko ab Sonnenuntergang) und in der Reiseapotheke Notfallmedikamente für eine eventuelle Malaria-Notfallselbsttherapie mitzunehmen.


 Infolgedessen sollte das Pärchen:

  • rasch mit dem Impfprogramm beginnen oder gegebenenfalls sicherstellen, dass es einen ausreichenden Impfschutz hat.

  • Folgendes mitnehmen:
    • genügend Medikamente für die tägliche Einnahme (und im Bedarfsfall medizinische Zeugnisse für Flugreisen)
    • eine speziell für diese Reise geeignete Reiseapotheke
    • wirksamer Mückenschütz
    • Notfallmedikamente für eine eventuelle Notfallselbstbehandlung gegen Malaria

Schlussfolgerung

Eine Impfverweigerung kann zum Ausbruch einer Epidemie führen und bedeutet daher nicht nur eine Gefahr für die betroffene Person, sondern auch für die ungeschützte Bevölkerung. Aus diesem Grund muss die Impfförderung ein prioritäres Anliegen der öffentlichen Gesundheit sein, wobei Apotheker und Ärzte bei der Verbreitung der Informationen eine wichtige Rolle spielen.


Referenzen

News Tropimed 18.01.2008
Im laufenden Jahr wurden bereits 10 Gelbfieberfälle, inkl. 7 Todesfälle bestätigt. Als Gelbfieberrisikogebiete werden vom Gesundheitsministerium Brasiliens nun auch die Staaten Espirito Santo (N) und Santa Caterina (W) angegeben. Die meisten Erkrankungen stammen aus dem Staate Goiàs im NE. Der übertragende Vektor Aedes aegypti ist auch in den Städten weit verbreitet. Impfaktionen gegen Gelbfieber wurden eingeleitet.
Tropimed Fax-News


Mara Morariu, eidg. dipl. Apothekerin